November 2018

MINT-Lücke erreicht mit 337.900 fehlenden Arbeitskräften neuen Oktober-Rekordwert

Den Unternehmen fehlten im Oktober 337.900 Arbeitskräfte im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Damit erreicht die Lücke einen neuen Oktober-Rekordwert und hat sich innerhalb von drei Jahren verdoppelt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der offenen MINT-Stellen um fast sechs Prozent zu und liegt aktuell bei knapp 500.000. Das ist das Ergebnis des neuen MINT-Herbstreports. 

„Gute MINT-Bildung ist auch gute digitale Bildung. Darum muss der DigitalPakt Schule endlich zügig umgesetzt werden“, so lautet die zentrale Forderung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). „Wir können die Chancen der Digitalisierung nur nutzen, wenn auch unser Bildungssystem die jungen Menschen auf eine Arbeitswelt 4.0 vorbereitet.“ 

Prof. Dr. Axel Plünnecke, Leiter Kompetenzfeld Bildung, Zuwanderung und Innovation am Institut der deutschen Wirtschaft Köln: „Die in der Vergangenheit nach Deutschland zugewanderten Personen mit einer MINT-Qualifikation tragen im Jahr 2017 mit rund 190 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei. Doch selbst die großen Erfolge bei der MINT-Beschäftigung von Älteren und Zuwanderern haben nicht gereicht, die Zunahme der Fachkräftelücke zu verhindern. Und für die Zukunft bedeuten Digitalisierung, Forschung und Demografie neue Herausforderungen für die Fachkräftesicherung.“

Dr. Michael Stahl, Geschäftsführer Bildung und Volkswirtschaft des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall: „MINT ist die Grundlage unserer Forschungs- und Innovationsfähigkeit, gerade in der Metall- und Elektro-Industrie. Deshalb brauchen wir auch noch mehr MINT-Kräfte, wenn wir die Forschungsausgaben in Deutschland auf 3,5 Prozent des BIP steigern wollen. Genauer gesagt: Die Zahl der MINT-Erwerbstätigen in den Forschungsabteilungen müsste von heute rund 1,1 Millionen um etwa 220.000 auf 1,3 Millionen zunehmen.“

Der MINT-Report wird zweimal jährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt. Die Studie entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Hier finden Sie den kompletten MINT-Herbstreport:  
https://www.gesamtmetall.de/sites/default/files/downloads/mint-herbstreport_2018.pdf

Oktober 2018

Stell Dir vor, es ist Schule und alle wollen hin!

Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft 2018 verliehen. 

Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V. (VSU) vergab zum dritten Mal den mit 15.000 Euro dotierten Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft. Preisträger 2018 sind drei Schulen, die für ihren überdurchschnittlichen Einsatz im Bereich Schulentwicklung ausgezeichnet wurden.

Saarbrücken, 30. Oktober 2018. Das Gymnasium Ottweiler, die Lothar-Kahn-Schule in Rehlingen-Siersburg sowie die Abteischule Wadgassen wurden im Rahmen des Saarländischen Unternehmertages 2018 bei einem Festakt im Saarbrücker Schloss mit dem Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft ausgezeichnet. Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis honoriert in diesem Jahr den beispielhaften und herausragenden Einsatz der Schulleitung und des Kollegiums im Bereich Schulentwicklung.

Mit dem Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft wurden in diesem Jahr Schulen und Lehrkräfte ausgezeichnet, die es sich neben ihren vielfältigen pädagogischen und gesellschaftlichen Aufgaben und Funktionen zum Ziel gesetzt haben, sich systematisch in den Kernbereichen Unterricht und Erziehung, Kooperationskultur und Schulmanagement weiter zu entwickeln. Die Preisträgerschulen haben sich in einem breit angelegten Prozess auf den Weg gemacht, sich selbst zu steuern, zu reflektieren und zu organisieren. Als „lernende Schule“ sind sie selbst der Motor ihrer eigenen Entwicklung. In einem fortlaufenden und dauerhaften Prozess arbeiten sie stetig daran, sich systematisch selbst zu verbessern. Das Ergebnis: die Preisträgerschulen überzeugen durch eine hohe Qualität des Unterrichts und der Lernergebnisse ihrer Schülerinnen und Schüler und können diese auch nachhaltig sichern.

Mark Hubertus, Schulleiter am Gymnasium Ottweiler: „Wir haben die Nachricht über die Verleihung des Bildungspreises der Saarländischen Wirtschaft mit großer Freude aufgenommen. Wir empfinden den Preis als eine Bestätigung der in den letzten Jahren im Bereich der Schulentwicklung geleisteten Arbeit und des Engagements der gesamten Schulgemeinschaft für das Gymnasium Ottweiler.“

Das Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro, das von der Stiftung ME Saar zur Verfügung gestellt wird, soll als Unterstützung und für den weiteren Ausbau von Aktivitäten zur weiteren Schulentwicklung dienen.

Oswald Bubel, Präsident der VSU: „Bildung ist viel mehr als das Abarbeiten von Lehrplänen und das Organisieren eines reibungslosen Schulbetriebs. In unseren Schulen und Bildungseinrichtungen erleben wir tagtäglich ein Engagement, das weit darüber hinausgeht. Wir wollen mit unserem Bildungspreis Danke sagen und die hochmotivierte und professionelle Arbeit von Lehrern, Erziehern und Einrichtungen würdigen, die sich in besonderem Maße für die Zukunft der jungen Menschen einsetzen. Die drei Preisträgerschulen haben Mut zur Veränderung gezeigt, sie haben sich auf den Weg gemacht, sich selbst als Ganzes von innen heraus weiter zu entwickeln. Mit diesem dauerhaften Engagement, das die Preisträger auszeichnet, verhelfen diese Schulen und engagierten Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern zu einem guten Start in die Zukunft.“

Die Preisträgerschulen stellen sich in einem kurzen Film unter www.vsu.de vor.

September 2018

Jetzt anmelden zum Mädchen & Technik Aktionstag!

Am 17.11.2018 findet wieder unser Mädchen & Technik Aktionstag statt!

Es erwartet dich ein Tag zum Herantasten, An- und Begreifen von Technik mit vielen Informationen zu beruflichen Möglichkeiten. Erlebe Mechatronik hautnah und Technik live, teste dein handwerklich-technisches Geschick und erfahre etwas über Chancen und Herausforderungen in einer vermeintlichen Männerdomäne aus erster Hand.

Spannende Workshops und interessante Exponate bieten ein breites Spektrum technischer Innovationen, an die du ohne Berührungsangst herangehen kannst. Lerne die Chancen in der Arbeitswelt der Metall- und Elektroindustrie mit Aus-, Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten kennen. Außerdem kannst du nach Verdienstmöglichkeiten in technischen Berufen fragen und vielleicht sogar einen Praktikumsvertrag bei einem der Referent*innen klar machen.

Unter allen Teilnehmerinnen verlosen wir einen Gutschein für Laserground Saarbrücken. Selbstverständlich wird dein Engagement mit einer Teilnahmeurkunde dokumentiert. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung findet Ihr hier

August 2018

Berufsausbildung wird digital: Startschuss für modernisierte Berufe in der M+E Industrie

Mit dem Start in das neue Ausbildungsjahr am 1. August beginnt auch eine neue Phase der Ausbildung in der Metall- und Elektro-Industrie: Die Unternehmen bilden künftig ihren Fachkräftenachwuchs in elf modernisierten industriellen Metall- und Elektroberufen aus. In diesen Berufen werden voraussichtlich mehr als 40.000 junge Menschen in das neue Ausbildungsjahr 2018/2019 starten.

Die Sozialpartner Gesamtmetall, IG Metall, VDMA und ZVEI sowie die zuständigen Bundesministerien haben mit der Modernisierung der Berufe auf die sich dynamisch verändernden Anforderungen gerade mit Blick auf Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 reagiert.

Folgende Berufe wurden modernisiert:

  • Anlagenmechaniker/in
  • Elektroniker/in für Automatisierungstechnik
  • Elektroniker/in für Betriebstechnik
  • Elektroniker/in für Gebäude und Infrastruktursysteme
  • Elektroniker/in für Geräte und Systeme
  • Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik
  • Industriemechaniker/in
  • Konstruktionsmechaniker/in
  • Mechatroniker/in
  • Werkzeugmechaniker/in
  • Zerspanungsmechaniker/in

In diese Berufe wurden neue gemeinsame Inhalte aufgenommen. Dazu gehören unter anderem die Themen Datensicherheit und -analyse, informationstechnologische Auftragsabwicklung und Terminverfolgung, Recherche in Clouds und Netzen sowie der Umgang mit digitalen Lernmedien und mit Assistenz-, Diagnose- oder Visualisierungssystemen.

Neue Zusatzqualifikationen für bereits laufende Ausbildungen

Darüber hinaus haben die Sozialpartner und die Berufsbildungsexperten sieben neue Zusatzqualifikationen entwickelt, die von den Betrieben bei Bedarf genutzt werden können. Dabei geht es um Bereiche wie Systemintegration, digitale Vernetzung, additive Fertigung, Prozessintegration, IT-gestützte Anlagenänderung, Programmierung und IT-Sicherheit. Für die Vermittlung dieser optionalen Zusatzqualifikationen sind jeweils acht Wochen vorgesehen. Besonders interessant: Diese Zusatzqualifikationen können auch Auszubildenden angeboten werden, die sich jetzt bereits im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr befinden. 

Alle Infos zur Ausbildung in der M+E Industrie sowie aktuelle freie Ausbildungsstellen gibt es hier. 

Juli 2018

Bewerben Sie sich für den deutschen Kita-Preis 2018

Der Deutsche Kita-Preis würdigt beispielhaftes Engagement von Kitas und lokalen Bündnissen für frühe Bildung. Die Auszeichnung nimmt insbesondere gute Prozesse in den Blick und fokussiert nicht ausschließlich erst gute Ergebnisse. 

Gesucht werden Kitas und lokale Initiativen, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Auch die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort spielt bei der Auswahl der Gewinner eine wichtige Rolle. 

Alle Kitas und lokalen Bündnisse für frühe Bildung können sich ab sofort bewerben bis zum 31. August 2018 unter www.deutscher-kita-preis.de

Der Preis ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert. In den beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ wartet ein Preisgeld von jeweils 25.000 Euro auf die zwei Erstplatzierten. Zudem werden pro Kategorie vier Zweitplatzierte mit jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Mai 2019 statt. 

Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Karg-Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta-Verband.

Machen Sie gerne Kitas oder Träger in Ihrem Umfeld, die Sie für qualitativ besonders gut und preiswürdig halten, auf die Möglichkeit einer Bewerbung aufmerksam! 

Mai 2018

Auf Tour zu Deutschlands besten Kita-Projekten: Kindertagesstätte „Regenbogenland“ aus Hirstein/Namborn als „Forschergeist“-Landessieger Saarland ausgezeichnet

„Wohin bringen die Müllmänner unseren Abfall?“ „Was passiert eigentlich im Pfandautomaten“, fragten die Kinder der kommunalen Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Hirstein/Namborn und begaben sich auf die Suche nach Antworten. Daraus wurde ein spannendes Kita-Projekt namens „Ab in die Tonne? Wir sind die Mülldetektive“, das die Initiatoren des „Forschergeist“-Wettbewerbs – die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ – zum besten Projekt in Saarland kürten und nun auszeichneten.

Die Landespreisverleihung des „Forschergeist“-Wettbewerbs 2018 fand am 8. Mai 2018 in der Kita statt. Die Mädchen und Jungen präsentierten ihre Projektarbeit gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern.

Alexandra Heinen, Abteilungsleiterin der Abteilung Jugend, Senioren, Familie und Frauen im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sprach in Ihrem Grußwort von der Bedeutung guter früher MINT-Bildung für das Saarland: „Erzieherinnen und Erzieher sind wichtige Impulsgeber in der frühkindlichen MINT-Erziehung und fördern die Lust der Kinder am Entdecken ihrer Umwelt. So können sie spielerisch attraktive Bildungsbausteine schon an unsere Jüngsten vermitteln und für Chancengleichheit in ihren Bildungsbiografien eintreten.“

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung und Juryvorsitzender, gratulierte der Kita für ihre gelungene Bildungsarbeit und erklärte, warum das Projekt im Saarland überzeugen konnte: „Wohin geht der Müll und was können wir tun, um Müll zu vermeiden? Ein kreatives Projekt zur Nachhaltigkeit, das gut strukturiert ist und zugleich ko-konstruktiv ablief das heißt, Kinder und Erzieher gestalteten ihre Lernprozesse gemeinsam. Anhand einzelner Aspekte konnten sich die Kinder viel Neues Wissen erarbeiten.“

„Mülltrennung geht jeden etwas an. Durch die Motivation der Kinder konnten wir in unserem Projekt erfahren, dass aus jedem Müll noch etwas zu gewinnen ist. Das Projekt hatte viele Facetten, die Bildungsbereiche wurden verzahnt und man konnte viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen seitens der Kinder und Erzieher gewinnen“, resümierte Kita-Leiterin Jennifer Strack.

„Das Verständnis und die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik muss so früh wie möglich geweckt werden. Die richtigen Ansätze fördern die Neugierde und Kreativität der Kinder und lassen sie die Freude am eigenen Entdecken und Experimentieren ‚hautnah‘ erleben. Wir freuen uns sehr, dass der Kita ‚Regenbogenland‘ dies gelungen ist und sie dafür die Auszeichnung mit dem ‚Forschergeist 2018‘ erringen konnten“, erklärte Tina Raubenheimer von ME Saar, dem lokalen Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zur Förderung der Qualität der mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Bildungsarbeit. Als Landessieger hat die kommunale Kindertagesstätte „Regenbogenland“ aus Hirstein nun zudem die Chance, einer von fünf Bundessiegern zu werden, die am 6. Juni 2018 in Berlin bekannt gegeben und geehrt werden. Jeder Bundessieger erhält zusätzlich 3.000 Euro.

Auf der Wettbewerbs-Website www.forschergeist-wettbewerb.de kann jeder dem „Forschergeist“-Mobil auf seiner Tour durch Deutschland online folgen: Hier gibt es aktuelle Fotos und Berichte von unterwegs und von den Preisverleihungen in den Kitas.

März 2018

Grundschule Bliesen ist jetzt ein Haus der kleinen Forscher

Als zweite Grundschule im Saarland wurde die Grundschule Bliesen mit dem bundesweiten Zertifikat "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet.
Die Schule erhält die offizielle Plakette für ihr kontinuierliches Engagement in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Das Zertifizierungsverfahren ist valide und wissenschaftlich fundiert: Es wurde in Anlehnung an das Deutsche Kindergarten Gütesiegel und unter Berücksichtigung der "Prozessbezogene(n) Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht" in Grundschulen entwickelt. Das Zertifikat wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Einrichtungen neu bewerben.

An der Grundschule Bliesen beobachten und erforschen die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern regelmäßig Phänomene in ihrem Alltag. Als Lernbegleitung unterstützen sie die Kinder in ihren Lern- und Forschungsprozessen. Dabei fördert das gemeinsame Vorgehen nicht nur die Neugier und Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Phänomene, sondern auch eine Reihe weiterer Basiskompetenzen, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen. Dazu gehören u. a. Sprachkompetenz, Sozialkompetenz und Feinmotorik sowie ein Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke. Die Lehrerinnen und Lehrer bilden sich regelmäßig fort, um ihre Schülerinnen und Schüler bei ihrer täglichen Entdeckungsreise in der Welt der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begleiten.

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär lobte in diesem Zusammenhang das große Engagement von Lehrern und Schulleitung in Bliesen. „Es ist wichtig, dass eine Stadt junge Leute in allen Bereichen fördert. Je früher wir damit anfangen, desto größer ist später auch das Engagement für die Heimatgemeinde“, betonte der Verwaltungschef der Kreisstadt.

Die Schulleiterin, Frau Shahin Tayebi, äußert: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Es ist uns ein besonderes Anliegen, die natürliche Neugier der Kinder zu erhalten und ihrem Wissensdurst nachzukommen. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass insbesondere das selbständige Forschen und Experimentieren nachhaltig nicht nur die Sachkompetenz, sondern auch die Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler stärkt und fördert.“

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes engagiert sich bereits seit 2011 für die frühe Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in saarländischen Kitas und Schulen. Als Partner von Deutschlands größter frühkindlicher Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“, qualifiziert er mit einem breiten Fortbildungsprogramm Pädagogen und Pädagoginnen aus dem ganzen Saarland für die frühe naturwissenschaftliche Bildungsarbeit mit Kindern. Über 1100 Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer saarländischer Kitas und Grundschulen nehmen derzeit an diesem regelmäßigen Fortbildungsangebot teil, das seit 2014 durch eine Kooperationsvereinbarung auch vom Ministerium für Bildung und Kultur unterstützt wird.


Forschergeist Sieger im Saarland 2018 kommt aus Hierstein

Die Kita Regenbogenland aus Hierstein ist Landessieger des Forschergeist-Wettbewerbs 2018

Mit dem Projekt „Ab in die Tonne? Wir sind die Mülldetektive“ konnte sich die Kita Regenbogenland aus Hierstein als Landessieger im Saarland beim bundesweiten Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2018“ durchsetzen. Die Jury zeichnet ihr Forscher-Projekt als Beispiel für gute MINT-Bildung in der Kita aus. Die Preisverleihung zum Landessieger Saarland findet am 8. Mai 2018 in der Kita in Hierstein statt.

651 Kitas aus allen Teilen Deutschlands haben sich mit ihren Projektarbeiten aus der Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) für den bundesweiten Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ beworben. Im Saarland überzeugte die Kita Regenbogenland aus Hierstein die Jury mit einer kreativen Projektidee zum Thema Müll und seiner qualitativ hochwertigen Projektumsetzung. Die Kinder wunderten sich über den überquellenden Abfalleimer in ihrer Einrichtung. Sie fragten sich, wohin sie den Müll werfen können, der nicht mehr in die Tonne passt. „Was kommt in welche Tonne und warum sortieren wir Müll?“Eine alltägliche Situation gab den Anstoß zu einem umfassenden Projekt rund um Müll, bei dem die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Erziehern viele Aspekte von Entsorgung und Recycling untersuchten. Sie stellten eigenes Papier aus Altpapier her, entdeckten, was in einem Pfandautomaten passiert, besuchten einen Wertstoffhof und erfuhren, wie man Müll recyceln und sogar Strom daraus gewinnen kann.

„Hinter dem Getränke-Pfandautomat sitzt ein Mann, der die leeren Flaschen wieder befüllt“ sagt Lilli, 5 Jahre alt.

Die Erzieherinnen Christa Becker und Bärbel Berwian erklären: „Uns war es wichtig, die Neugierde der Kinder zu wecken, die Selbsttätigkeit zu fördern und die Partizipation beim Mitentscheiden zu erleben. Dabei haben wir die Jungen und Mädchen als Lernbegleiter beim ko-konstruktiven Forschen unterstützt und selbst noch viel dazu gelernt.“

Mit dem „Forschergeist“-Mobil auf Tour zu Deutschlands besten Kita-Projekten
16 Bundesländer, 16 ausgezeichnete Kita-Projekte, 16 regionale Preisverleihungen: Die Landessieger werden vom 17. April bis zum 16. Mai 2018 für ihre beispielhafte, frühkindliche Bildungsarbeit gewürdigt. Dafür begibt sich das „Forschergeist“-Mobil auf große Deutschland-Tour und bringt den Kitas ihren Preis in die Einrichtung. Am 8. Mai 2018 macht es Station in Hierstein, wo die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ dem Landessieger Saarland seinen Preis überreichen.
Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zur Förderung der Qualität der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsarbeit. Auf der Wettbewerbs-Website www.forschergeist-wettbewerb.de kann jeder dem „Forschergeist“-Mobil auf seiner Tour durch Deutschland online folgen. Hier gibt es aktuelle Fotos und Berichte von unterwegs und von den Preisverleihungen in den Kitas.
Die 16 Landessieger qualifizieren sich zudem für den Bundeswettbewerb. Die fünf besten Projekte werden am 6. Juni 2016 in Berlin gekürt. Jeder Bundessieger erhält zusätzlich 3.000 Euro.

Ihre Ansprechpartnerin

Tina Raubenheimer
Tel.: 0681 95434-48
Mail: raubenheimermesaar.de