März 2018

Grundschule Bliesen ist jetzt ein Haus der kleinen Forscher

Als zweite Grundschule im Saarland wurde die Grundschule Bliesen mit dem bundesweiten Zertifikat "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet.
Die Schule erhält die offizielle Plakette für ihr kontinuierliches Engagement in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Das Zertifizierungsverfahren ist valide und wissenschaftlich fundiert: Es wurde in Anlehnung an das Deutsche Kindergarten Gütesiegel und unter Berücksichtigung der "Prozessbezogene(n) Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht" in Grundschulen entwickelt. Das Zertifikat wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Einrichtungen neu bewerben.

An der Grundschule Bliesen beobachten und erforschen die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern regelmäßig Phänomene in ihrem Alltag. Als Lernbegleitung unterstützen sie die Kinder in ihren Lern- und Forschungsprozessen. Dabei fördert das gemeinsame Vorgehen nicht nur die Neugier und Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Phänomene, sondern auch eine Reihe weiterer Basiskompetenzen, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen. Dazu gehören u. a. Sprachkompetenz, Sozialkompetenz und Feinmotorik sowie ein Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke. Die Lehrerinnen und Lehrer bilden sich regelmäßig fort, um ihre Schülerinnen und Schüler bei ihrer täglichen Entdeckungsreise in der Welt der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begleiten.

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär lobte in diesem Zusammenhang das große Engagement von Lehrern und Schulleitung in Bliesen. „Es ist wichtig, dass eine Stadt junge Leute in allen Bereichen fördert. Je früher wir damit anfangen, desto größer ist später auch das Engagement für die Heimatgemeinde“, betonte der Verwaltungschef der Kreisstadt.

Die Schulleiterin, Frau Shahin Tayebi, äußert: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Es ist uns ein besonderes Anliegen, die natürliche Neugier der Kinder zu erhalten und ihrem Wissensdurst nachzukommen. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass insbesondere das selbständige Forschen und Experimentieren nachhaltig nicht nur die Sachkompetenz, sondern auch die Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler stärkt und fördert.“

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes engagiert sich bereits seit 2011 für die frühe Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in saarländischen Kitas und Schulen. Als Partner von Deutschlands größter frühkindlicher Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“, qualifiziert er mit einem breiten Fortbildungsprogramm Pädagogen und Pädagoginnen aus dem ganzen Saarland für die frühe naturwissenschaftliche Bildungsarbeit mit Kindern. Über 1100 Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer saarländischer Kitas und Grundschulen nehmen derzeit an diesem regelmäßigen Fortbildungsangebot teil, das seit 2014 durch eine Kooperationsvereinbarung auch vom Ministerium für Bildung und Kultur unterstützt wird.


Forschergeist Sieger im Saarland 2018 kommt aus Hierstein

Die Kita Regenbogenland aus Hierstein ist Landessieger des Forschergeist-Wettbewerbs 2018

Mit dem Projekt „Ab in die Tonne? Wir sind die Mülldetektive“ konnte sich die Kita Regenbogenland aus Hierstein als Landessieger im Saarland beim bundesweiten Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2018“ durchsetzen. Die Jury zeichnet ihr Forscher-Projekt als Beispiel für gute MINT-Bildung in der Kita aus. Die Preisverleihung zum Landessieger Saarland findet am 8. Mai 2018 in der Kita in Hierstein statt.

651 Kitas aus allen Teilen Deutschlands haben sich mit ihren Projektarbeiten aus der Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) für den bundesweiten Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ beworben. Im Saarland überzeugte die Kita Regenbogenland aus Hierstein die Jury mit einer kreativen Projektidee zum Thema Müll und seiner qualitativ hochwertigen Projektumsetzung. Die Kinder wunderten sich über den überquellenden Abfalleimer in ihrer Einrichtung. Sie fragten sich, wohin sie den Müll werfen können, der nicht mehr in die Tonne passt. „Was kommt in welche Tonne und warum sortieren wir Müll?“Eine alltägliche Situation gab den Anstoß zu einem umfassenden Projekt rund um Müll, bei dem die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Erziehern viele Aspekte von Entsorgung und Recycling untersuchten. Sie stellten eigenes Papier aus Altpapier her, entdeckten, was in einem Pfandautomaten passiert, besuchten einen Wertstoffhof und erfuhren, wie man Müll recyceln und sogar Strom daraus gewinnen kann.

„Hinter dem Getränke-Pfandautomat sitzt ein Mann, der die leeren Flaschen wieder befüllt“ sagt Lilli, 5 Jahre alt.

Die Erzieherinnen Christa Becker und Bärbel Berwian erklären: „Uns war es wichtig, die Neugierde der Kinder zu wecken, die Selbsttätigkeit zu fördern und die Partizipation beim Mitentscheiden zu erleben. Dabei haben wir die Jungen und Mädchen als Lernbegleiter beim ko-konstruktiven Forschen unterstützt und selbst noch viel dazu gelernt.“

Mit dem „Forschergeist“-Mobil auf Tour zu Deutschlands besten Kita-Projekten
16 Bundesländer, 16 ausgezeichnete Kita-Projekte, 16 regionale Preisverleihungen: Die Landessieger werden vom 17. April bis zum 16. Mai 2018 für ihre beispielhafte, frühkindliche Bildungsarbeit gewürdigt. Dafür begibt sich das „Forschergeist“-Mobil auf große Deutschland-Tour und bringt den Kitas ihren Preis in die Einrichtung. Am 8. Mai 2018 macht es Station in Hierstein, wo die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ dem Landessieger Saarland seinen Preis überreichen.
Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zur Förderung der Qualität der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsarbeit. Auf der Wettbewerbs-Website www.forschergeist-wettbewerb.de kann jeder dem „Forschergeist“-Mobil auf seiner Tour durch Deutschland online folgen. Hier gibt es aktuelle Fotos und Berichte von unterwegs und von den Preisverleihungen in den Kitas.
Die 16 Landessieger qualifizieren sich zudem für den Bundeswettbewerb. Die fünf besten Projekte werden am 6. Juni 2016 in Berlin gekürt. Jeder Bundessieger erhält zusätzlich 3.000 Euro.

Ihre Ansprechpartnerin

Tina Raubenheimer
Tel.: 0681 95434-48
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